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Beisetzung der Urne

Zur Zeit ist es in Südtirol so, dass eine Urne im Friedhof entweder im Nischengrab bzw. in der Urnenwand oder im Erdgrab beigesetzt werden kann. Auch besteht die Möglichkeit durch ein entsprechendes Ansuchen an die Gemeinde die Urne eines lieben Verstorbenen zu Hause aufzubewahren oder, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten es schriftlich festgehalten hat, die Asche zu verstreuen.

Denkt man an eine Kremation und blickt man auf den Beerdigungsablauf, so können wir festhalten, dass es sich unter Anbetracht der Trauersituation bewährt hat, dass der Verstorbene nicht direkt ins Krematorium gebracht wird und dort eingeäschert wird und dann eine reine Beisetzung der Urne stattfindet, sondern dass eine traditionelle Begräbnisfeier durchgeführt wird und erst dann der Verstorbene zur Kremation gebracht wird, sodass die Beisetzung der Urne im Familienkreise erfolgen kann.

Nur durch diesen Vorgang wird der Trauerprozess nicht unterbrochen und die Angehörigen, aber auch die Trauergemeinde können in Würde und Ruhe Abschied nehmen. Auch werden so Traditionen, welche den Trauernden Unterstützung, Kraft und Trost spenden, gewahrt und werden nicht vergessen.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass in Südtirol ein Gesetz verabschiedet wurde, welches es zukünftig erlaubt, die Asche eines lieben Verstorbenen verstreuen zu dürfen, wenn dies der Verstorbene zu Lebzeiten schriftlich hinterlegt hat; dieses Gesetz sieht vor, dass die Gemeinden Plätze ausweisen, auf welchen das Verstreuen der Asche erlaubt ist.

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